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Jakob Gasteiger - Kunstausstellung © gezwanzig

Jakob Gasteiger - Kunstausstellung © gezwanzig

Jakob Gasteiger - Kunstausstellung

27.05.2026 - 17.07.2026

gezwanzig ViennaGumpendorfer Straße 20, A-1060 Wien

Web Jakob Gasteiger - Kunstausstellung

Nicht der Pinsel, sondern Rakel und Kammspachtel: Gasteiger strukturiert pastose Farbschichten zu seriellen Spuren – sichtbares Resultat von Dauer, Rhythmus und körperlicher Handlung. Seine monochromen Oberflächen verweigern das Erzählerische und beharren auf sich selbst, irgendwo zwischen Malerei und Skulptur. Was bleibt, ist die radikale Frage: Was ist Malerei, wenn sie aufhört, etwas anderes zu sein?

Eine ontologische Befragung der Malerei: Jakob Gasteiger

Ästhetische Positionierung und Analytische Malerei: Der 1953 in Salzburg geborene österreichische Künstler Jakob Gasteiger gilt als einer der profiliertesten Vertreter der analytischen und reduktionistischen Gegenwartsmalerei. Seine Arbeiten verweigern sich konsequent jeglicher piktoralen Illusion oder narrativen Ebene. Die Leinwand transformiert sich bei Gasteiger von einer bloßen Repräsentationsfläche hin zu einem autonomen Raum, in welchem die Materialität der Farbe, das Licht und die Beschaffenheit des Untergrunds in ihrer reinen Eigengesetzlichkeit verhandelt werden.

Methodik – Die Verweigerung des Pinsels: In einer radikalen Abkehr von traditionellen kunstgeschichtlichen Konventionen schließt Gasteiger den Pinsel als primäres Werkzeug vollständig aus. An dessen Stelle treten industrielle Utensilien wie der Rakel und der Kammspachtel. Durch das präzise Strukturieren pastoser Farbschichten zu seriellen Spuren überführt er Parameter wie Zeit, Rhythmus und die physische, körperliche Handlung (corporeal performance) in eine greifbare, plastische Struktur auf der Oberfläche.

Monochromie und die Skulpturalität des Bildes: Die monochromen Oberflächen erzeugen durch die reliefartigen Grate ein dynamisches Wechselspiel von Licht und Schatten. Das Werk oszilliert somit fortwährend an der sensiblen Schwelle zwischen der Zweidimensionalität der Malerei und der Dreidimensionalität der Skulptur. Diese bildnerische Praxis konfrontiert den Rezipienten mit der radikalen, essenziellen Frage: „Was ist Malerei, wenn sie aufhört, etwas anderes zu sein?“

Ausstellungshinweis:
Diese tiefgründige Auseinandersetzung mit Materialität und Raum manifestiert sich in der Wiener Galerie gezwanzig (Gumpendorferstraße 20, 1060 Wien). Die feierliche Eröffnung dieser Ausstellung fand am Mittwoch, den 27. Mai 2026, statt.
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